Überregional

Merkel gibt nach: Gauck soll Bundespräsident werden

Aktualisiert am 19.02.2012

Joachim Gauck soll die Nachfolge von Christian Wulff antreten. Er ist der Favorit der SPD und der Grünen und wird überraschen auch von der FDP unterstützt.

Joachim Gauck soll die Nachfolge von Christian Wulff antreten und deutscher Bundespräsident werden. (Bild: key/epa/Jens Buettner)

Joachim Gauck soll die Nachfolge von Christian Wulff antreten und deutscher Bundespräsident werden. (Bild: key/epa/Jens Buettner)

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Joachim Gauck soll neuer deutscher Bundespräsident werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel gab am Sonntagabend ihren Widerstand gegen den Favoriten von SPD und Grünen auf. Auch die FDP hatte überraschend den Ex-DDR-Bürgerrechtler unterstützt.

Zuvor stand die Koalition am Rande eines Scheiterns. Merkel machte innerhalb der Unionsspitze deutlich, dass sie Gauck, der 2010 gegen den am Freitag zurückgetretenen Christian Wulff verloren hatte, nicht unterstützen wolle. Die FDP hatte sich am Sonntag aber völlig überraschend einstimmig hinter Gauck gestellt und damit die Union düpiert. Der FDP-Vorstoss löste heftige Reaktionen im Unionslager aus.

Die Lage war verfahren, weil die FDP zugleich auch die von der Union vorgeschlagenen Anwärter Klaus Töpfer und Wolfgang Huber, den ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, nicht akzeptieren wollten.

Gauck ist nach mehreren Umfragen klarer Favorit der Bürger. Rund jeder Zweite hält ihn für geeignet. (rsc/sda)

Erstellt: 19.02.2012, 21:37 Uhr

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