Trainer Reimann: «Es ist frustrierend»
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16:7 gewann der UHC Uster am 8. November das Duell gegen den direkten Konkurrenten Rychenberg Winterthur. Die mit wenig Kredit in die Saison gestartete Mannschaft lag danach auf dem zweiten Zwischenrang, die erstmalige Playoff-Qualifikation schien bei einem Vorsprung von neun Punkten auf den Trennstrich in Reichweite zu liegen.
Ein Trugschluss. Auf einen der höchsten Siege in der obersten Spielklasse folgten neun Niederlagen mit einem Torverhältnis von 42:94. Die Folge: Uster rutschte unter den Strich.
Der UHC Uster hat seine komfortable Ausgangslage mit neun Niederlagen in Serie verspielt und verpasst die Playoffs aller Wahrscheinlichkeit nach einmal mehr. Was sind die Gründe für die Talfahrt?
Michael Reimann: Am Anfang lief vieles gut, es schlich sich eine falsche Sicherheit ein. Die Spieler waren zwischenzeitlich zu zufrieden. Sie vergassen, dass sie sich technisch und taktisch weiterentwickeln müssen. Es ist frustrierend, wenn man es mit einer solchen Ausgangslage verbockt.
Weshalb ist es Ihnen und dem Team nicht gelungen, nach der Weihnachtspause in den beiden Spielen gegen die Kloten-Bülach Jets und Grünenmatt die Trendwende zu schaffen?
Es ist schwierig, sieben Niederlage in Folge aus den Köpfen zu bringen. In der Weihnachtspause versuchten wir, unser Spiel neu zu definieren, die Spieler haben sehr gut mitgezogen. Nur: Wahrscheinlich haben sie sich zu viel vorgenommen. In der Partie gegen die Jets verhielten wir uns in einigen Situationen zu verbissen und zu verkrampft.
Wie beurteilen Sie die Auftritte Ihrer Leistungsträger in den entscheidenden Spielen?
Sie waren ähnlich verunsichert wie die anderen Spieler. Aber die Leute, von denen ich erwarte, dass sie die Mannschaft mitreissen, versuchten es zumindest. In diesem Punkt haben wir einen Schritt nach vorne gemacht.
Was stimmt Sie zuversichtlich, dass Ihr Team die Qualifikation noch vor Waldkirch auf Platz neun beendet und somit in den Playouts auf die bislang in dieser Saison meist inferioren Zuger trifft?
Zuversichtlich stimmen mich die guten Trainings in der letzten Woche. Und vielleicht fällt mit dem wahrscheinlichen Verpassen der Playoffs der Druck weg. Wir können uns nun auf unser Spiel konzentrieren.
Kritiker prognostizieren dem Verein: Statt über die Playoff-Qualifikation einen Schritt nach vorne zu machen und vielleicht gestandene Spieler zu verpflichten, wird Uster Ende Saison Leistungsträger verlieren und die nächste Saison geschwächt in Angriff nehmen. Was entgegnen Sie?
Ich führe die Verhandlungen nicht. Aber die Spieler sehen, dass wir trotz des zuletzt frustrierenden Saisonverlaufs Fortschritte gemacht haben. Wir haben ein klares System und sind im Vergleich zu früher fähig, den Ball in der Offensive zu halten. Darauf lässt sich aufbauen. Das stimmt mich zuversichtlich, dass sich die Leistungsträger zum bleiben entschliessen.
Wann entscheiden Sie selbst über Ihre Zukunft als Cheftrainer?
Ich möchte mich möglichst bald festlegen. Ich kann mir vorstellen auch nächste Saison Trainer zu sein. Nur: Der Wechsel vom Assistenten zum Cheftrainer kam sehr unverhofft (Reimann löste Mitte Dezember Tomas Eriksson ab, den es aus beruflichen Gründen zurück nach Schweden zieht – die Red.). Wenn wir ehrlich sind, war mein Einstieg mit bisher vier Niederlage nicht erfolgreich. Das wirft Fragen auf, die ich für mich persönlich klären muss. Ich denke, es ist nicht falsch, mir zu überlegen, wie es weitergehen soll, bevor ich zusage.
Noch mehr Fragen und Antworten gibt es im ZO/AvU vom Mittwoch, 11. Januar (ZO/AvU)
Erstellt: 10.01.2012, 20:30 Uhr
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