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Empa entwickelt bewegliche Rückenlehne für den Rollstuhl

Aktualisiert am 16.01.2012

Empa-Ingenieure haben eine Rückenlehne für Elektro-Rollstühle entwickelt, die sich nach einem festgelegten Programm bewegt. Das zwingt den Rollstuhlfahrer, seine Sitzhaltung immer wieder zu verändern und soll Schmerzen und Druckgeschwüren vorbeugen.

Die Rückenlehne (von hinten) der Sitzschale mit Rippen- und Gelenkelementen, die dem Rumpfskelett nachempfunden sind. (Bild: Empa)

Die Rückenlehne (von hinten) der Sitzschale mit Rippen- und Gelenkelementen, die dem Rumpfskelett nachempfunden sind. (Bild: Empa)

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Wer im Büro arbeitet, kennt das Problem: Stundenlang am Computer zu sitzen, kann zu Verspannungen oder Rückenleiden führen. Noch länger in der immer gleichen Sitzhaltung verharren müssen Menschen, die an den Rollstuhl gefesselt sind. Die Folgen sind Schmerzen, Deformitäten und Druckgeschwüre.

Nun haben Empa-Forscher gemeinsam mit der Firma «r going» neuartige Sitzschalen für Rollstühle entwickelt, um diesem Problem Herr zu werden. Dies teilte die Empa am Montag mit. In einem von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) unterstützten Projekt entstanden Prototypen mit einer beweglichen Rückenlehne, die aus Rippen- und Gelenkelementen besteht.

Klinische Studien geplant

Die Lehne kann sich bis zu 40 Grad vor- und zurückbeugen und sich seitlich um gut 30 Grad drehen. Welche Bewegungen die Lehne wann ausführt, wird mit einer Konsole programmiert. Auf diese Weise wird der Rollstuhlfahrer gezwungen, seine Sitzhaltung immer wieder zu verändern; die Druckpunkte an seinem Körper verlagern sich.

Unterschiedlich schwere Testpersonen testeten die Erfindung bereits auf ihre Praxistauglichkeit. Sie fuhren auf Kieswegen, Rampen, Kopfsteinpflastern und über Trottoir-Absätze - alles zur vollsten Zufriedenheit der Forscher.

Die Nagelprobe steht der ergonomischen Rollstuhllehne allerdings noch bevor. Demnächst sollen klinische Studien anlaufen. Dabei wird sich zeigen, ob die Rückenlehne das Wohlbefinden und die Gesundheit von behinderten Menschen tatsächlich verbessert - und ob die Rollstuhlfahrer die Innovation auch akzeptieren. (khe/sda)

Erstellt: 16.01.2012, 16:33 Uhr

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Fläche

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Arbeit

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Wohnen

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Mobilität

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Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 65.3%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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