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650 Unterschriften gegen das Asylzentrum

Von Heidy Dietiker. Aktualisiert am 05.02.2012

Mit einer Unterschriftensammlung wehren sich die Bewohner von Schmidrüti gegen das geplante Asylzentrum. Am Samstag kamen in Wila und Turbenthal 650 Unterschriften zusammen.

Auch die Jungen wollen kein Asylzentrum in ihrem Dorf. Am Samstag sammelten sie mit anderen Einwohnern von Schmidrüti Unterschriften für ein Petition. (Bild: Heidy Dietiker)

Auch die Jungen wollen kein Asylzentrum in ihrem Dorf. Am Samstag sammelten sie mit anderen Einwohnern von Schmidrüti Unterschriften für ein Petition. (Bild: Heidy Dietiker)

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Die Bewohner von Schmidrüti trotzen auch der Kälte. Bei sibirischen Temperaturen von beinahe minus 20 Grad sammelten sie am vergangenen Samstag Unterschriften gegen das in der Turbenthaler Aussenwacht geplante Asylzentrum. Weder streikende Kugelschreiber, Kuhnagel an Händen und Füssen noch Frostbeulen im Gesicht hielten sie davon ab, während Stunden vor dem Volg in Wila und an drei verschiedenen Standorten in Turbenthal auszuharren, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Bund und Kanton in Schmidrüti ein Asylzentrum planen (wir berichteten).

Den Gemeinderat unterstützen

«Wir wollen mit unserer Aktion den Gemeinderat in seinen Verhandlungen mit dem Kanton unterstützen», sagt Ursula Lieberherr, eine der Initiantinnen von Schmidrüti. «Eine Asylunterkunft für 120 Personen steht doch in keinem Verhältnis zu den rund 90 Einwohnern in Schmid­rüti.» Im Dorfkern selbst, der sich unmittelbar bei der für die Unterbringung der Asylbewerber geplanten Militäranlage befindet, würden sogar nur 36 Einwohner leben.

Die Stimmung vor dem Volg in Wila geht fast nur in eine Richtung: Die grosse Mehrheit der Wilemer Dorf­bevölkerung scheint von einem Asylzentrum nicht begeistert. Mit einigen wenigen Ausnahmen unterschreiben sie alle, viele kommen gar extra der Unterschrift wegen auf den Dorfplatz.

Die Initianten harrten bis 15 Uhr aus, danach zogen sie Bilanz. 650 Unterschriften sind in Wila und Turbenthal an diesem Tag zusammengekommen. «In Anbetracht der Kälte sind wir mit dem Ergebnis zufrieden», resümiert Lieberherr. Mindestens bis Ende Fe­bruar will sie weitersammeln. Danach werden die Unterschriften dem Gemeinderat übergeben.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Montag, 6. Februar. (ZO/AvU)

Erstellt: 05.02.2012, 21:52 Uhr

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Kennzahlen Gemeinde

Bevölkerung

Einwohner 1903
Einwohner pro km2 207.8
Einwohner Entwicklung 7.4
Wanderungsgewinn 8.4
Geburtenüberschuss 0.8
Ausländeranteil 9.4%
Anteil Einwohner 0-19 28.8%
Einwohneranteil 20-64 59%
Einwohneranteil 64+ 12.3%
Anzahl Privathaushalte 715
Anzahl Personen pro Haushalt 2.5

Wähleranteile in % (Nationalratswahlen)

Hauptsprache

Häufigste Deutsch 92,4%
Zweithäufigste Albanisch 1,9%
Dritthäufigste Italienisch 1,1%

Fläche

Fläche 9.2 km2
Anteil Siedlungsfläche 9.1%
Anteil Landwirtschaftsfläche 38.4%
Anteil Wald und Gehölze 51.5%
Anteil unproduktiver Fläche 1.1%

Bildungsstand (25-64-Jährige)

Ohne nachobligatorische Ausbildung 18%
Sekundarstufe II 57.3%
Tertiärstufe 19.3%

Arbeit

Erwerbsquote (15-64-Jährige) 82.4%
Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt) 1.52%
Beschäftigte im 1. Sektor 75
Beschäftigte im 2. Sektor 243
Beschäftigte im 3. Sektor 226
Betriebe im 1. Sektor 26
Betriebe im 2. Sektor 37
Betriebe im 3. Sektor 54

Wohnen

Wohndichte (Bewohner pro Wohnraum) 0.57
Wohneigentumsquote 52%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 3.7
Leerstehende Wohnungen in % des Wohnungsbestandes 0.49%

Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 16.5%
Privatwagenbenutzer 49.1%
Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 64.8%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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