Nach Unfall vorerst keine Party mehr in der Scheune
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Dass eine Party erst gross angekündigt, und dann wieder abgesagt wird, sorgte für einige Irritationen im Dorf. Die Rede ist von der auf morgen Freitag angesetzten Après-Ski-Party im Event-Schopf der Firma Schindler und Scheibling AG an der Schanzstrasse. Aber auch für andere Anlässe mussten die Organisatoren neue Lokalitäten suchen, nachdem die Gemeinde für die Nutzung der Holzscheunen keine Genehmigung erteilt hatte. Die Après-Ski-Veranstalter wollen zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung nehmen – sie verhandeln mit Schindler und Scheibling über die Begleichung der entstandenen Kosten.
Als Lagerhalle gemeldet
Für die Firma Schindler und Scheibling haben sich die Ereignisse in jüngster Zeit überschlagen. Mit Namen will dazu aber niemand Stellung nehmen. Am Anfang stand die Suche nach einem geeigneten Standort für die beiden Holzscheunen, die von der Firma mitunter als transportierbare Event-Lokalität vermietet werden. Als man diese auf dem Areal einer Pfäffiker Firma fand, deklarierte Schindler und Scheibling seine Holzscheunen in einem ersten Schritt als Lagerhallen. So konnte wie geplant zuerst der Aufbau genehmigt werden, da hiefür die Auflagen am schnellsten zu erfüllen waren.
Weihnachtsfeier fand statt
Die zuständige Gemeindebehörde sagte nichts, als die Firma einige Wochen später im Event-Schopf ihre Weihnachtsfeier abhielt. Bei dieser ereignete sich dann ein tödlicher Unfall. Das Unglück war für alle ein Schock – und liess die Gemeinde genauer kontrollieren, welche Veranstaltungen im Holzschopf der Schindler und Scheibling AG stattfinden sollten. Als dann die beiden Veranstalter der Après-Ski-Party – den Vertrag für den Event-Schopf bereits in der Tasche – bei der Gemeinde um eine Bewilligung für eine Wirtschaft anfragten, legte die Baubehörde ihr Veto ein.
«Für öffentliche Anlässe erfüllten die Holzscheunen die Auflagen nicht», sagt Gemeindeschreiber Hanspeter Thoma. So fehlte etwa ein Konzept für Parkplätze, die Bereitstellung von Toiletten oder eine Bewilligung für Holzbefeuerung.
Nicht mit Verbot gerechnet
Mit einem Party-Verbot hatten die Besitzer der Firma Schindler und Scheibling nicht gerechnet. Man habe nie verheimlicht, die Hütten in Zukunft für Hochzeiten, Geburtstage oder Vereinsfeiern vermieten zu wollen, lässt Schindler und Scheibling verlauten. Dazu gehörte für die Verantwortlichen auch die Après-Ski-Party. Dass deren Veranstalter etwas Grösseres planten, sei nicht von Anfang an klar gewesen. Man hatte aber schon zugesagt und wollte zu diesem Entscheid auch stehen, als die ganze Dimension des Projekts ersichtlich wurde.
Für Gemeindeschreiber Thoma ist die Sachlage klar: Erst wenn alle Auflagen erfüllt sind, hat ein Gesuch für die Umnutzung der Holzscheunen eine Chance. Die Besitzer wollen diesen Forderungen nun nachkommen und haben bei der Gemeinde ein ?Gesuch eingereicht, die Lagerhallen künftig als Eventschopf und als Alphütte zu nutzen. Es sei das Ziel, die Hütten in Zukunft für private Feste zu vermieten. Öffentliche Events seien aber nicht geplant. Die Firma habe nicht vor, die Scheunen an der Schanzenstrasse zur Partymeile zu machen. (regio.ch)
Erstellt: 15.02.2012, 19:10 Uhr
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