Das «Dante» wird zum Hirschen Pub
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Schon seit über drei Jahren steht Noldi Gubler nicht mehr hinter dem Tresen seines Dante Pubs. Trotzdem ist seine Präsenz immer noch enorm, wenn er als Inhaber im Lokal nach dem Rechten schaut. Hier ein Schulterklopfen, da ein Spruch – kaum ein Gast, der Mister Dante nicht persönlich grüsst.
«Für viele ist das Pub ein zweites Zuhause», sagt Gubler. Ihm ist bewusst, dass viele Gäste sich das Dante ohne ihn nicht vorstellen können. Und sein Nachfolger Tommy Suter kein ganz einfaches Erbe antritt. Dennoch ist er überzeugt: «Tommy ist Tommy und ich bin ich. Das wissen die Gäste und das respektieren sie.»
Das Personal kommt mit
Auch Tommy Suter selbst hat keine Bedenken, dass man sein neues Hirschen Pub ständig mit dem alten Dante vergleichen wird. «Im neuen Lokal will ich die Traditionen bewahren, aber nicht kopieren.»
Dies geht umso besser, als er zwar fast die gesamte Einrichtung, nicht aber die Lokalität übernimmt. Denn die Eigentümerin der Liegenschaft des Dante will den Mietvertrag nicht verlängern – und hätte in Zukunft lieber einen Betrieb mit weniger Lärmemission im Haus Zum Beispiel ein Café. Suter zieht darum ins ehemalige Gasthaus Hirschen. Und mit ihm die?beiden Holztresen, der ovale Stammtisch und das Personal. «Jetzt müssen nur noch die Gäste mit, und das haben sie mir versprochen» erzählt Suter lachend.
In Zukunft schon zum Znüni
Im Hirschen Pub sind aber auch Neuerungen geplant: Etwa ein währschafter Büezer-Znüni bereits ab neun Uhr morgens. «Ich will den Gästen den ganzen Tag eine Möglichkeit zum Einkehren bieten», sagt Suter.
Genauso hat sich Noldi Gubler das vorgestellt: «Es ist mir sehr wichtig, dass es weiterhin ein Pub im Dorf gibt.» Über zwei Jahre plante Gubler den Verkauf, nachdem er sich in einem ersten Schritt aus dem Tages-?geschäft zurückgezogen hatte. Schon damals gehörte Tommy Suter zu denen, die ihn hinter dem Tresen ersetzten. «Und vorher stand er jeden Abend davor», erinnert sich Gubler. «Tommy ist längst zu der Identifikationsfigur geworden, die ich in den letzten Jahren nach meinem Rückzug von der Front immer weniger sein konnte.»
«Ich fühlte mich ausgebrannt»
Warum jetzt der definitive Verkauf? «Ich will das Kapitel Pub endgültig abschliessen. Zumindest als Job», sagt Gubler. Am Stammtisch werde man ihn dafür in Zukunft öfters treffen. Seit zwei Jahren arbeitet er als Verkaufsleiter einer grossen Bierbrauerei. Den Schritt weg vom Dasein als Wirt hat er nie bereut. «Ich war damals ausgebrannt, brauchte dringend eine Veränderung.»
Auf eine solche freut sich jetzt auch Tommy Suter. «Es ist schon ein grosser Schritt in die Selbständigkeit.» Der gelernte Bäcker hat schon länger mit dem Gedanken gespielt, einmal einen eigenen Betrieb zu führen. Gleichzeitig fühlte er sich als Mitarbeiter im Dante aber immer sehr wohl. «So wie es jetzt gelaufen ist, stimmt für mich alles», sagt Suter. Und auch Noldi Gubler ist zufrieden: «Die Geschichte des Pubs wird weitergehen. Nur die Hauptrolle spielt in Zukunft ein anderer. (regio.ch)
Erstellt: 22.02.2012, 21:01 Uhr
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