Fasnacht in Robenhausen: Bei Schlechtwetter wird es eng
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34 Gruppen marschieren bei der 42. Ausgabe der «Robehuuser Fasnacht» am kommenden Sonntag mit. Die wenigsten der Bööggen stammen aus Wetzikon. Die Gastgeber stellen lediglich die vier Formationen der Fasnachtsvereine. Die Guggen kommen aus der Region, der übrigen Schweiz oder gar aus Süddeutschland und Österreich.
Luzerner sind viel teurer
Das Engagement geht ins Geld. Erstens werden sämtliche Umzugsteilnehmer gratis verköstigt. Und zweitens erhält jede der Formationen eine Entschädigung. Diese schwankt, bewegt sich aber immer im dreistelligen Bereich. Guggen, die von weit her anreisen, erhalten mehr. «Dafür haben wir eine vielfältige Fasnacht», sagt Jörg Muggler, Leiter Umzug und Abendfasnacht im OK. Für die Wetziker ist der finanzielle Spielraum jedoch begrenzt. «Luzerner Guggen könnten wir uns nicht leisten. Die verlangen mehrere tausend Franken – beinahe so viel wie unser gesamtes Budget», sagt Ursi Marty, Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft.
Wichtige Sponsoren
Aber auch so läppern sich die Ausgaben zusammen. Zu den Kosten für die Guggen kommen jene für die Infrastruktur hinzu, etwa die Strassenabsperrung und -reinigung. Diese Aufwendungen teile man sich mit der Gemeinde Wetzikon, sagt Jörg Muggler.
Ingesamt belaufen sich die Ausgaben auf 25'000 bis 30'000 Franken. So viel muss die Fasnachtsgesellschaft einnehmen, um eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen. Einige tausend Franken kommen durch Sponsoren zusammen, vor allem aus dem Wetziker Gewerbe und der Industrie. «Aber das Ganze steht und fällt mit dem Plakettenverkauf», sagt Muggler.
Arthur Diener, «Bööggevater» im Verein und seit der ersten Ausgabe der Fasnacht dabei, sagt, es sei in den letzten Jahren schwieriger geworden, die Plaketten – zehn Franken das Stück – an den Mann oder die Frau zu bringen. «Natürlich kann man niemanden dazu zwingen, eine Plakette zu kaufen.» Es könne ja jeder behaupten, er sei Anwohner. «Aber wer zuschaut, sollte schon bezahlen.» Dies mache nur etwa jeder zweite Besucher.
Tun könne man nicht viel – es bleibe einzig der Appell an die Fairness, so Diener. Denn das Budget sei knapp bemessen. Wenn die Einnahmen grösser sind als die Ausgaben, wird ein Teil für die Prämierung der Guggen verwendet. Was übrig bleibt, geht auf ein Rückstellungskonto. Dort befinden sich einige zehntausend Franken – für Schlechtwetterjahre, wenn das Minus rasch über 10'000 Franken steigt. «Bei zwei Schlechtwetterjahren in Folge wird es eng», sagt Ursi Marty. Immerhin sind die Abendanlässe am Freitag und Samstag normalerweise selbsttragend.
Am Samstag proppenvoll
Fehlt es denn in Wetzikon an Fasnachtsbegeisterung? Nicht unbedingt, findet Muggler. So sei die Robenhauser Turnhalle am Samstag jeweils proppenvoll, und es müssten Leute abgewiesen werden. «Aber es wäre schön, wenn sich die Leute auch mehr am Umzug beteiligen würden.» Von Seiten der Cevi, der Pfadi oder der Schule komme leider wenig. Wäre es anders, und gäbe es mehr einheimische Guggen, wären die Aufwendungen der Fasnächtler nicht ganz so hoch. (regio.ch)
Erstellt: 22.02.2012, 21:04 Uhr
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