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Fasnacht in Robenhausen: Bei Schlechtwetter wird es eng

Von Michael von Ledebur. Aktualisiert am 22.02.2012

Die Fasnachtsgesellschaft Robenhausen gibt jedes Jahr über 20'000 Franken aus, um fremde Guggen zu organisieren. Sie ist darauf angewiesen, dass die Leute Plaketten kaufen. Druckmittel hat sie kaum.

Viel Spass, aber auch viel Arbeit: Die Fasnachtsgesellschaft Robenhausen ist jedes Jahr aufs Neue gefordert. (Bild: Imre Mesterhazy)

Viel Spass, aber auch viel Arbeit: Die Fasnachtsgesellschaft Robenhausen ist jedes Jahr aufs Neue gefordert. (Bild: Imre Mesterhazy)

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Fasnachtsumzug in Hinwil

Fasnachtsumzug in Hinwil
Bei strahlendem Sonnenschein herrschte am 18. Februar buntes Fasnachtstreiben auf den Hinwiler Strassen. (Bilder Mano Reichling)

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34 Gruppen marschieren bei der 42. Ausgabe der «Robehuuser Fasnacht» am kommenden Sonntag mit. Die wenigsten der Bööggen stammen aus Wetzikon. Die Gastgeber stellen lediglich die vier Formationen der Fasnachtsvereine. Die Guggen kommen aus der Region, der ­übrigen Schweiz oder gar aus Süddeutschland und Österreich.

Luzerner sind viel teurer

Das Engagement geht ins Geld. Erstens werden sämtliche Umzugsteilnehmer gratis verköstigt. Und zweitens erhält jede der Formationen eine Entschädigung. Diese schwankt, bewegt sich aber immer im dreistelligen Bereich. Guggen, die von weit her anreisen, erhalten mehr. «Dafür haben wir eine vielfältige Fasnacht», sagt Jörg Mugg­ler, Leiter Umzug und Abendfasnacht im OK. Für die Wetziker ist der finanzielle Spielraum jedoch begrenzt. «Luzerner Guggen könnten wir uns nicht leisten. Die verlangen mehrere tausend Franken – beinahe so viel wie unser gesamtes Budget», sagt Ursi Marty, Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft.

Wichtige Sponsoren

Aber auch so läppern sich die Ausgaben zusammen. Zu den Kosten für die Guggen kommen jene für die Infrastruktur hinzu, etwa die Strassenabsperrung und -reinigung. Diese Aufwendungen teile man sich mit der Gemeinde Wetzikon, sagt Jörg Muggler.

Ingesamt belaufen sich die Ausgaben auf 25'000 bis 30'000 Franken. So viel muss die Fasnachtsgesellschaft einnehmen, um eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen. Einige tausend Franken kommen durch Sponsoren zusammen, vor allem aus dem Wetziker Gewerbe und der Industrie. «Aber das Ganze steht und fällt mit dem Plaketten­verkauf», sagt Muggler.

Arthur Diener, «Bööggevater» im Verein und seit der ersten Ausgabe der Fasnacht dabei, sagt, es sei in den letzten Jahren schwieriger geworden, die Plaketten – zehn Franken das Stück – an den Mann oder die Frau zu bringen. «Natürlich kann man niemanden dazu zwingen, eine Plakette zu kaufen.» Es könne ja jeder behaupten, er sei Anwohner. «Aber wer zuschaut, sollte schon bezahlen.» Dies mache nur etwa jeder zweite Besucher.

Tun könne man nicht viel – es bleibe einzig der Appell an die Fairness, so Diener. Denn das Budget sei knapp bemessen. Wenn die Einnahmen grösser sind als die Ausgaben, wird ein Teil für die Prämierung der Guggen verwendet. Was übrig bleibt, geht auf ein Rückstellungskonto. Dort befinden sich einige zehntausend Franken – für Schlechtwetterjahre, wenn das Minus rasch über 10'000 Franken steigt. «Bei zwei Schlechtwetterjahren in Folge wird es eng», sagt Ursi Marty. Immerhin sind die Abendanlässe am Freitag und Samstag normalerweise selbsttragend.

Am Samstag proppenvoll

Fehlt es denn in Wetzikon an Fasnachtsbegeisterung? Nicht unbedingt, findet Muggler. So sei die Robenhauser Turnhalle am Samstag jeweils proppenvoll, und es müssten Leute abgewiesen werden. «Aber es wäre schön, wenn sich die Leute auch mehr am Umzug beteiligen würden.» Von Seiten der Cevi, der Pfadi oder der Schule komme leider wenig. Wäre es anders, und gäbe es mehr einheimische Guggen, wären die Aufwendungen der Fasnächtler nicht ganz so hoch. (regio.ch)

Erstellt: 22.02.2012, 21:04 Uhr

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Kennzahlen Gemeinde

Bevölkerung

Einwohner 20531
Einwohner pro km2 1223.5
Einwohner Entwicklung 18.8
Wanderungsgewinn 16
Geburtenüberschuss 3.1
Ausländeranteil 22.1%
Anteil Einwohner 0-19 23.1%
Einwohneranteil 20-64 62%
Einwohneranteil 64+ 15%
Anzahl Privathaushalte 7790
Anzahl Personen pro Haushalt 2.3

Wähleranteile in % (Nationalratswahlen)

Hauptsprache

Häufigste Deutsch 83,8%
Zweithäufigste Italienisch 5,7%
Dritthäufigste Albanisch 1,9%

Fläche

Fläche 16.7 km2
Anteil Siedlungsfläche 27.9%
Anteil Landwirtschaftsfläche 42.4%
Anteil Wald und Gehölze 17.6%
Anteil unproduktiver Fläche 12.1%

Bildungsstand (25-64-Jährige)

Ohne nachobligatorische Ausbildung 24.7%
Sekundarstufe II 51.4%
Tertiärstufe 18%

Arbeit

Erwerbsquote (15-64-Jährige) 82.4%
Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt) 2.9%
Beschäftigte im 1. Sektor 134
Beschäftigte im 2. Sektor 3486
Beschäftigte im 3. Sektor 7054
Betriebe im 1. Sektor 41
Betriebe im 2. Sektor 255
Betriebe im 3. Sektor 838

Wohnen

Wohndichte (Bewohner pro Wohnraum) 0.59
Wohneigentumsquote 29.2%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 25.1
Leerstehende Wohnungen in % des Wohnungsbestandes 1.83%

Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 22.9%
Privatwagenbenutzer 42.6%
Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 53.9%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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