Nur Weidezaun ums Strafvollzugszentrum
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Das Bauvorhaben sorgte für rote Köpfe: Ende 2010 liess der Kanton rund um das Vollzugszentrum Bachtel in Ringwil zwei Meter hohe Metallpfosten montieren. An ihnen sollte später ein Maschendrahtzaun befestigt werden – doch soweit kam es nicht. Ein aufmerksamer Bürger machte die Gemeindeverwaltung auf die Bauarbeiten im empfindlichen Landwirtschaftsgebiet aufmerksam. Rasch stellte sich heraus, dass der Kanton illegal am Werk war. Die Verantwortlichen hatten keine Baubewilligung eingeholt. Sie mussten die Bauarbeiten einstellen (wir berichteten).
Jetzt steht trotzdem ein Zaun. Das heisst, eigentlich handelt es sich bloss um einen einfachen Weidehag. Die Metallpfosten wurden auf einen Meter Länge gekürzt, die Reihen ausgedünnt, und zwischen den Pfosten sind nur noch zwei Drähte gespannt. Der Vorteil dieser Lösung: Dafür war keine Bewilligung nötig. Es handle sich um einen in der Landwirtschaft üblichen und nicht bewilligungspflichtigen Zaun entlang von Strassen, erklärt Urs Planzer, Leiter der Abteilung Bau und Planung der Gemeinde Hinwil.
«Wir haben eine Lösung gefunden, die von allen Beteiligten akzeptiert werden kann», bestätigt Gefängnisleiter Werner Burkhard. Als Weidehag für Kühe erfülle der neue Zaun seinen Zweck. Als sichtbare Abgrenzung des Vollzugszentrums mit seinen 64 Plätzen diene er allerdings nicht. «Der Hag ist mit einem Schritt überwunden.» Ursprünglich wollte Burkhard ungebetenen Gästen den Zugang erschweren. Denn es kommt immer wieder vor, dass Leute versuchen, mit Insassen Kontakt aufzunehmen oder ihnen unerlaubte Waren zu bringen. Bauchweh macht dem Gefängnisleiter der abgespeckte Zaun aber nicht: «Wir können damit leben.» (ZO/AvU)
Erstellt: 08.09.2011, 17:34 Uhr
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