Freikirche hat ein neues Zentrum in Bubikon
Von Isabel Heusser. Aktualisiert am 22.02.2012 3 Kommentare
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Auf den ersten Blick erinnert im Innern des Church Dome nichts an eine Kirche. Auf den zweiten Blick auch nicht. Der grosse Raum im fix installierten Zelt im Bubiker Quartier Wändhüslen sieht aus wie ein Konzertsaal. Überdimensionale Lampen an der Decke verströmen ein warmes Licht, die Wand hinter der Bühne ist aufwendig bemalt. Hinter den Sitzreihen mit 320 Plätzen steht ein Mischpult mit Computern und Dutzenden von Knöpfen.
Projekt kostet fünf Millionen
Konzerte wird es hier tatsächlich geben – dann, wenn die Hausband der Grace Family Church, auftritt. Hauptsächlich geht es hier drin aber um Gott. Erich Engler, Gründer und Pastor der Freikirche, ist sichtlich stolz auf den Church Dome. Die Kirche ist sich andere Dimensionen gewohnt. Bis vor Kurzem fanden die Gottesdienste in einem Seminarraum im Untergeschoss des Hotels Seedamm Plaza in Pfäffikon SZ statt. Das war Engler zu wenig Platz. Also kaufte er dem Seedamm Plaza Anfang 2010 seinen «Event Dome» ab und kaufte in Bubikon das Grundstück im Wändhüslen-Quartier. Im März des letzten Jahres bewilligte die Gemeinde den Zeltaufbau – dem Umzug der Freikirche ins Oberland stand nichts mehr im Wege. Mehr als fünf Millionen Franken kostete das Projekt die Kirche – finanziert durch grosszügige Spenden der Kirchenbesucher.
Viel Fronarbeit
Gemeindemitglieder im eigentlichen Sinne habe die Kirche nicht, sagt Engler. Eine Gemeinschaft seien die rund 150 regelmässigen Gottesdienstbesucher aber schon. Sie sind es auch, die einen grossen Beitrag zum Aufbau des Kirchenzelts geleistet haben. «Ich bin begeistert über die viele Fronarbeit», sagt Engler. Drei Viertel der Gottesdienstbesucher engagieren sich regelmässig für die Kirche.
Mit dem grösseren Platzangebot wird die Grace Family Church künftig auch mehr Anlässe durchführen. Am Freitagabend findet jeweils ein Jugendgottesdienst statt, am Samstagabend eine «Heilungsschule», am Sonntagmorgen ein Gottesdienst und am Sonntagabend die «Grace Night». Momentan hat die Kirche laut Engler rund 150 regelmässige erwachsene Besucher. Jetzt, wo mehr Platz vorhanden ist, dürfen es doppelt so viele werden. Im Zelt haben bis zu 500 Personen Platz. Neben dem Raum, wo die Gottesdienste stattfinden, gibt es fünf weitere Räume – etwa einer für die Seelsorge oder für Kleinkinder, die während der Gottesdienste von freiwilligen Helfern der Kirche betreut werden.
Den anderen Kirchen in der Region wolle man keine Mitglieder wegnehmen, betont Engler. Neue Besucher seien aber sehr willkommen. «Ich glaube, dass vor allem Leute zu uns kommen wollen, die das Wort Gottes noch nicht gehört haben.» (regio.ch)
Erstellt: 22.02.2012, 20:09 Uhr
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